Zitat zu New York City

Natural History, Lower East Side

Die Coronas des gestrigen Abends wirken perfekt bei den durch den Stadtlärm verursachten Schlafstörungen und so wachen wir erst um 10:00 Uhr auf. Nach einer Stärkung bei Starbucks und den lustigen Erlebnissen des Vortages mit dem Priester und den physischen und psychischen Störungen der Stammgäste des chlorverseuchten Clubs besuchen wir das American Museum of Natural History. Durch einen Fehler des Navigators Martin auf dem Weg dorthin steigen wir in den falschen Zug ein und lernen dabei, dass die Expresszüge nicht überall halten. Mit der lokalen Verbindung geht es dann wieder zurück.

Im Museum angelangt entscheiden wir uns für die XXXL Tour durch das größte und umfangreichste Museum das wir bisher gesehen haben. Im Rose Center for Earth and Space werden wir in einem riesigen Planetarium auf eine beeindruckende Reise durch die Vergangenheit unseres Planeten, über die Entstehung der Erde und des Trabanten - über den Impact des Meterioiten der die Dinos ausrottete, bis zum Zusammenspiel in unserem Sonnensystems mit Hintergrundinformationen wie zum Beispiel das Nordlicht entsteht und unserem Universen geschickt. Auf dieser Reise erfahren wir auch, dass sich in etwa 17 Billionen Jahren unsere Milchstraße mit einer anderen Galaxie vereinen wird und voraussichtlich unser Planet zerstört wird. Na Bum.

In den Hallen können wir die Natur erleben. Man kann fast alles anfassen und virtuelle Tools helfen dabei es noch leichter zu verstehen. Für den Wissensdurst mancher Menschen stehen Spezialisten auf ihrem Gebiet zur Verfügung um den Wissensdurst zu befriedigen. In ausinternen IMAX-Kino sehen wir den Film „Sea-Monsters“. Ein z‘oates Mädl in der Reihe vor uns hat einen größeren Oberarm als mein Unterschenkel. Wahnsinn. Mit unserem High-End Tickets dürfen wir auch die „Lizards & Snakes“ Ausstellung besuchen. Lebende Reptilien, echt cool wenn ein Gecko auf der Scheibe klebt.

Spezialausstellungen von verschiedenen weltlichen Kulturen, Religionen, Stämmen und deren Epochen. Auch sind Skelette von der Entwicklung zum Menschen oder auch Dinos zu bestaunen. Eigene riesige Räume sind mit Mineralien, Meteoriten oder historischen Kunstwerken vollgestopft. Das Museum ist so groß, dass man darin Wochen verbringen könnte.

Im Museum-Shop verlieren wir uns und die im Lautsprecher verkündete Nachricht „The Museum closed in 10 Minutes“ dient nicht der Personenfindung. Also geht es getrennt nach Hause. Martin tröstet sich bei einem HotDog mit zwei Brasilianerinnen am Times Square und ich muss feststellen, dass es bei der Public Libery nur zu den Öffnungszeiten free Internet gibt. Verdammt.

Im Hotel treffen wir uns wieder und checken einen Snack bei dem Express Chinesen um die Ecke. Sehr. gut. Anschließend geht es in eine angesagte Barstreet in der Lower East Side. Kleine, nette Lokale in allen Stiles von Latino, Dance bis Hip-Hop. Sogar einen Preussen in einem bayrischen Lokal lernen wir kennen. Bei dem besten Caipirinhas der Welt im Baraza zeigt uns George, der Stecher der Barbesitzerin, auf seinem iPhone die angesagtesten Lokale der Stadt. Mr. One ist out. George ist in.

Für Martin werden die Mädls mit jedem Glas Caipirinha immer hübscher, auch entwickelt er sich zu einem multikulturellen Lebensberater und hilft seinen schwarzen Brüdern und Schwestern bei der Partnersuche. Bei den amerikanischen Girls stellen wir eine sehr hoch entwickelte Mikrowellen-Koch-Kultur fest *g*. Ich lasse einstweilen einfach den Beat eines DJ‘s (der noch wirklich arbeitet) und das zugeführte Betäubungsmittel Alkohol auf mich wirken und amüsiere mich an den Szenen.

4 Uhr. Sleep.